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Spezialkurs Problemlösungen beim Tauchen


Am Samstag, 29.04, fanden sich 16 Teilnehmer um 9:00 im Sportzentrum Schifferstadt ein, um uns mit der Thematik "Problemlösungen beim Tauchen" zu befassen. Ein neuer Aufbaukurs des VDST.

Voraussetzung für den Kurs sind:Bild "Seminarberichte:sk_problemloesung1.jpg"
  • Mindestalter 16 Jahre
  • Gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung
  • Brevet VDST-DTSA** (oder vergleichbare Qualifikation)
  • Mindestens 50 Tauchgänge

Das Seminar startete pünktlich mit einer kleinen Vorstellungsrunde. Jeder Teilnehmer stellte sich kurz mit seinem Namen, Brevetierung und Erwartungen an den Kurs vor.
Um unser aller Bewusstsein zu schärfen, stellte uns Karl eine Unfallstatistik der letzten Jahre sowie einige Fallbeispiele von Tauchunfällen aus den letzten Jahren vor. Wir erfuhren, dass zumeist technische Probleme, Unerfahrenheit und leichtsinniger Umgang mit der Konfiguration des Tauchgeräts zu Problemen und manchmal zur Katastrophe führen können.

Als kleine Aufmunterung nach dem ernsten Beginn zeigte uns Karl ein amüsantes Video, das einen Taucher beim bemühten Versuch zeigt eine Markierungsboje zu setzen: https://www.youtube.com/watch?v=jPN4PAHJPG4
Und wie man es perfekt macht natürlich auch:
https://www.youtube.com/watch?v=Vmzp6Re0G6A

In seinem anschließenden Vortrag erläuterte uns Karl deshalb die Vorzüge einer standardisierten Konfiguration und die richtigen Hilfsmittel, sowie die Dringlichkeit einer regelmäßigen Wartung der Ausrüstung. Außerdem erklärte er uns die Entstehung einer Vereisung und wie diese im besten Fall vermieden werden könnte. Was zu tun ist in diesem Fall, konnten wir später im praktischen Teil üben. Während des Verlaufs hatten wir immer wieder Gelegenheit Fragen zu stellen, welche auch sachkundig von Karl beantwortet wurden.

In einer Tauchgangsberechnung ermittelten wir danach den Luftverbrauch unter dem Aspekt eines erhöhten Atemminutenvolumens (AMV), so berechneten wir den gleichen TG einmal mit 15 AMV (ruhig), 30 AMV (angestrengt) und 50 AMV (sehr angestrengt/Panik) – die Ergebnisse waren alarmierend.
Zum Abschluss des theoretischen Teils stellte uns Karl die Übungsaufgaben für den praktischen Teil am Jägerweiher und die Gruppeneinteilung vor.

Bild "Seminarberichte:sk_problemloesung2.jpg"

Doch bevor wir uns ins kalte Wasser begaben, durften wir uns am liebevoll vorbreiteten Büffet von Marion stärken. An dieser Stelle noch mal einen besonderen Dank an Marion, die wie immer alle Teilnehmer während des gesamten Seminars kulinarisch und organisatorisch bestens betreute. Ein nicht unwesentlicher Teil, der die Seminare bei Marion und Karl stets für alle Teilnehmer zu einem besonderen Ereignis macht.
Um ca. 13 Uhr wurde der ganze Kurs an den Jägerweiher verlegt. Da die Aufgaben und Gruppeneinteilung schon am Vormittag erklärt und benannt wurden, konnten wir nach einem kurzen Briefing und Gerätecheck – hier gab es die Gelegenheit noch mal Fragen über die eigene Konfiguration zu stellen –  zügig mit dem ersten Tauchgang beginnen.

Bild "Seminarberichte:sk_problemloesung3.jpg"

Im rotierenden System machten sich die 4 Gruppen auf ihren Weg zum Trampolin, um sich nachfolgenden Aufgaben zu widmen:
  • Vereisung oder defekt des Hauptatemreglers
  • Rettungsübung
  • Bleiverlust
  • Störung der Tariergasversorung

In den ca. 20 Minuten konnte jeder Taucher im Buddy-Team die Aufgaben unter der Aufsicht eines Tauchlehrers erfüllen. Hier auch an einen Dank an die unterstützenden Tauchlehrer: Mirijam Kellner (TL 2), Stefan Neeser (TL 2) und Steffen Schmitt (TL 2).
Nach einer kurzen Oberflächenpause, in dem ein Nachbriefing innerhalb der Gruppe durchgeführt wurde, ging es zum zweiten Teil. Die Aufgaben hier bestanden aus:
  • Maskenband reißt, Tauchen ohne Sicht
  • Flossenverlust
  • Notatmung aus einem Gerät – zusätzlich Markierungsboje setzen
Auch hier fand nach den Tauchgängen ein Nachbriefing in den Gruppen statt, währenddessen noch mal Tipps und Anregungen zur Technik und angemessenem Handeln bei Problemen gegeben wurde.

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Nachdem der letzte Taucher sicher ans Ufer zurückgekehrt und die Ausrüstung im Auto verstaut war, konnten wir in entspannter Runde unser Feedback geben. Alle Teilnehmer waren mit dem Verlauf, der Lokation und den Kursleitern sehr zufrieden und waren sehr froh darüber, sich zum Kurs angemeldet zu haben. Das Ziel, die Taucher auf die möglichen Probleme hinzuweisen, deren Vermeidung und den richtigen Umgang mit Problemen zu schärfen, wurde in jedem Fall erreicht.
Auch der Umstand, dass der praktische Teil nicht im Hallenbad in Speyer, sondern im Jägerweiher stattfand beklagten wir nicht. Bestand so doch die Möglichkeit, unter realen Bedingungen und teilweise im Trockentauchanzug die Übungen zu absolvieren
Abschließend bedankten sich Marion und Karl noch bei den Teilnehmern für ihre gute Vorbereitung und disziplinierte Durchführung der Tauchgänge.
Fazit: Von uns allen noch mal lieben Dank, mit diesem Kurs habt ihr es uns ermöglicht, uns ein noch sicheres und damit entspannteres Tauchen zu ermöglichen.

Bild "Seminarberichte:sk_problemloesung6.jpg"

Vielen Dank für diese schöne Erfahrung im Namen aller Teilnehmer
Nicole und Peter