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Bericht zum Apnoe*- Seminar vom 02 - 03.7.2016, von Alexander


Bevor ich zum eigentlichen Kursbericht komme, möchte ich vorweg etwas zur Unterbringung sagen, da wir direkt vor Ort in der Sportschule in Schifferstadt ein Zimmer bekommen hatten.
Für die Meisten war die Anreise bereits am Freitag, wie für uns auch. Die Schule war leicht zu finden, die vorausgegangene und unkomplizierte Absprache machte die Anreise sehr angenehm. Die Schlüssel waren am Empfang hinterlegt. Die Zimmer sind sehr gut, komfortabel eingerichtet und haben ein eigenes Badezimmer. Ein Frühstück stand beide Tage zur Verfügung.

Das Seminar ging von Samstag dem 2. Juli bis Sonntag den 3. Juli.

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Aufmerksames Lauschen
Alles begann Samstagmorgen gegen 9 Uhr mit einem herzlichen Willkommen in einer sehr netten Runde. Jeder stellte sich kurz vor und sagte, was er sich von diesem Kurs erwarte und wie er dazu kam. Interessanterweise waren meist die eigenen Tauchlehrer oder die Partnerinnen die treibende Kraft, die uns an diesem Wochenende zusammenbrachte. Der Altersdurchschnitt lag in unserer verhältnismäßig großen Gruppe (16 Teilnehmer) zwischen 25 und 58 Jahren, wobei die Mehrheit der Teilnehmer um die 50 Jahre alt war.


Nachdem sich die Ausbilder vorgestellt hatten, erfolgte die Einweisung, wie sich die zwei Tage gestalten würden und ein Einstiegsvideo.
Zu jeder Zeit des Kurses wurden Getränke, Kaffee, und Schokoriegel angeboten.
Es folgten die ersten zwei Theorie-Blöcke bis etwa 14:00 Uhr, die um Viertel vor 10 von einer kurzen Pause unterbrochen wurden. Um 11:40 Uhr folgte eine kleine praktische Atemübung und ein Beispiel zum Einfluss von Musik auf das Entspannen.Bild "Seminarberichte:Apnoe2016_5.jpg"
Auch ein gutes Vesper gehört zum Seminar





Um 14:20 Uhr gab es eine Brotzeit, die mit einem umfangreichen Angebot auftrumpfte, vom Wurstsalat bis zur Käseplatte war alles dabei.








Der Nachmittag stand ganz im Rahmen der praktischen Durchführung. Wir fuhren an die Binsfeld Seen, genauer an den sogenannten „Gänsedreck See“. Der Name war zum Glück erschreckender als der See selber und die Sicht war doch relativ gut, mit im Schnitt 3-8m an beiden Tagen.

Nach einer intensiven Vorbereitung im und am Wasser begann unsere erste Aufgabe - das Zeittauchen. Diese wurde in unmittelbarer Ufernähe absolviert. Hier gab es die ersten großen Aha-Effekte, wie zum Beispiel die Tatsache, dass man mit den Atemübungen die zuvor an Land und im Wasser gemacht wurden, durchaus in der Lage ist, die Maximalzeit von 3 Minuten zu erreichen.

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Erklärungen über Wasser
Insgesamt dauerte ein Durchgang mit Vorbereitung und Durchführung etwa 15 Minuten.
Als alle die Aufgabe erfolgreich bewältigt hatten, ging es etwas weiter in den See hinein. Hier wurden wir „ausgebleit“, also mit der optimalen Menge Blei versehen.
Trotz der vielen Taucher die alle einzeln abgearbeitet werden mussten, ging dies sehr zügig von der Hand, so dass direkt mit dem Streckentauchen und der Ufererkundung weitergemacht werden konnte. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden diese Stationen besucht.



Beim Streckentauchen war stets ein Ausbilder neben dem jeweiligen Taucher, der mit ihm die Strecke absolvierte und auf die Sicherheit achtete. An den Warte-Bojen herrschte eine freundliche, aber konzentrierte Ruhe.
Bei der Ufererkundung konnte man mit seinem Tauchbuddy beliebig das Ufer entlang tauchen und seine neugewonnenen Apnoetauch-Eindrücke vertiefen. Sicherheit wurde immer großgeschrieben.
Es waren zu jeder Zeit mehrere Ausbilder zur Stelle, die mit Rat und Tat zur Seite standen, bzw. schwammen und alles genauestens erklärten. Generell befand man sich in einem ständigen Dialog mit den Ausbildern, die offen und freundlich auf unsere Fragen eingingen.

Die Nachbesprechung des ersten Tages fand am Parkplatz statt. Es wurde darauf Wert gelegt, dass wirklich jeder zu Wort kam und auch jeder seinen Teil zu dem Tag beitragen konnte.
Im Anschluss kam die ersehnte Fahrt zum Restaurant, bei dem im Laufe des Vormittags bereits reserviert und bestellt worden war. Nach so einem Tag im Wasser hat man dann doch ein „Hüngerchen“. Diesem „Hüngerchen“ wurde in einem sehr schönen Ausklingenlassen des Tages Abhilfe geschaffen. Die Portionen waren den Anstrengungen angemessen und das Essen bereits im Lehrgangspreis enthalten, weshalb nur die Getränke bezahlt werden mussten.

Fröhlich, nach einem gewonnenen Deutschland-Italien-EM-Spiel, begann am Sonntagmorgen um
9 Uhr der zweite und letzte Lehrgangstag direkt auf dem Parkplatz am See. Zur Vorbereitung wurden wieder einige Atemübungen gemacht und progressive Muskelentspannung. Im Anschluss
Folgte wieder der Sprung ins feuchte Nass.

An diesem Lehrgangstag standen Tieftauchen, Rettungstauchen und Sicherungstauchen beim Streckentauchen auf dem Stundenplan.
Das Tieftauchen war eine tolle Erfahrung und wer wollte durfte bis auf 15 Meter Tiefe abtauchen, was bei diesem See bis auf den Grund bedeutete. Von den ca. 19 Grad Wassertemperatur, die wir tagsüber hatten, war in dieser Tiefe nichts mehr zu spüren. Wichtig für die Konzentration und die Entspannung war die Ruhe an der Tauchstation und der Warte-Boje, die zu jeder Zeit gegeben war. So konnte man sich ohne Probleme auf jeden Tauchgang intensiv vorbereiten.
Beeindruckend war hier, dass die Ausbilder ganz im Sinne der Tauchschüler, jedem Wunsch nachkamen, was die individuelle Tauchtiefe anging.
Selbiges galt für das Sicherungstauchen beim Streckentauchen. Hier legten die Ausbilder eine hohe Ruhe unter Wasser an den Tag, welche den Schülern, also uns, das Sicherungstauchen unheimlich erleichterte. War man am Vortag als Sicherungstaucher beim Streckentauchversuch des Buddy's kaum hinterhergekommen, konnte man sich nun auf alle Punkte konzentrieren und einen sauberen Tauchgang absolvieren.
Als alle Tauchgänge abgeschlossen waren, ging es zurück zur Sportschule.

Die Nachbesprechung erfolgte mit Kaffee und Kuchen gegen 12:30 Uhr. Hier wurde nochmals die hohe Professionalität der Tauchlehrer gelobt.

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Eine Traumreise zur Entspannung
Für ein wenig Entspannung, bevor es in die heiße Phase gehen sollte, sorgte die geführte Traumreise, die für den Einen oder Anderen durchaus so entspannend wirkte, das dieser tief ins Traumreich versank.
Als weitere Vorbereitung für die bevorstehende Abschlussprüfung wurde im Gruppenrahmen ein Quiz veranstaltet. Jeder erhielt unterschiedliche Fragen und Antworten, die entsprechend der Zugehörigkeit in Paare sortiert werden mussten.
Zur Abschlussprüfung sei gesagt, sie ist dem Lehrgang angemessen und es ist natürlich nicht unmöglich sie zu bestehen. Die Inhalte wurden sowohl theoretisch als auch praktisch sehr gut vermittelt.

Die Prüfung wurde sofort ausgewertet und bereits um 16 Uhr konnten die vorläufigen Brevets vergeben werden.Bild "Seminarberichte:Apnoe2016_2.jpg"
Konzentration bei der Prüfung
Im Anschluss wurden die wichtigsten Punkte der Prüfung und des Apnoetauchens nochmals kurz besprochen.
Nachdem einige letzte Worte gewechselt wurden endete der Lehrgang mit einer herzlichen Verabschiedung gegen 16:30 Uhr.
Zusammenfassend lässt sich sagen, das Apnoe*- Seminar ist ein sehr spannendes Erlebnis, das viel Spaß und neue Erfahrungen mit sich bringt. Professionell und kompetent wurde ein Einblick in eine neue Welt des Tauchens vermittelt, die Lust auf mehr macht. Die Ausbilder legen alles daran ein angenehmes, interessantes und lehrreiches Seminar zu gestalten, was ihnen auch absolut gelungen ist!

Vielen Dank im Namen aller, für diese schöne Erfahrung.

Thamm, Alexander