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DTSA-Apnoe** und SK Apnoe2 am 11.07. - 12.07.2009


Manfred Bohn, seines Zeichens Apnoe-TL, hatte zum DTSA Apnoe ** und SK Apnoe 2 in die Landessportschule Schifferstadt geladen. So trafen sich am Samstag um 9 Uhr, 16 interessierte Sporttaucher, die sich dem Apnoesport hingezogen fühlten. Laut Aussage von Manfred war die Nachfrage an diesem Seminar sehr groß, aber leider hat alles seine Grenzen für Veranstalter und Helfer. Nach einer kurzen Einführung und Vorstellungsrunde, die auch dazu diente, den aktuellen Istzustand der Apnoeisten festzustellen und damit verbunden, die Gruppen einzuteilen, starteten wir mit dem theoretischen Teil des Seminars. Zwischen den einzelnen Theorieblöcken überraschte uns Manfred mit Entspannungs- u. Dehnübungen, sowie Atemtechniken, die wir bei schönstem Sommerwetter auf der Wiese hinter der Sportschule absolvierten. Diese sollten uns später bei der Praxis sehr dienlich sein. Ein kleines Quiz Frage - Antwort Spiel war der Abschluss des theoretischen Teiles. Nachdem wir uns am reichhaltigen Mittagstisch gestärkt hatten, rollten wir mit unseren PKWs in Richtung Binsfeldseen. Am Parkplatz angekommen, stieg zumindest bei mir so langsam der Adrenalinspiegel.

Nach Briefing und Paareinteilung, begaben wir uns in Richtung Einstieg und während Manfred mit uns noch ein paar vorbereitende Übungen durchführte, waren die fleißigen Helfer (Stefan und Rainer) damit beschäftigt, den Parcours für das Streckentauchen einzurichten. An dieser Stelle möchte ich, im Namen aller "Vielen Dank" an Manfred und seine Helfer sagen, die wieder ein tolles Seminar durchgeführt haben. Wir starteten mit dem 1. Teil der Praxis, dem "Zeittauchen". Die Anforderung an uns waren 90 s den Atem anzuhalten. Schon hier zeigte sich, zumindest für mich, wie wertvoll die vorangegangenen Übungen zum Erreichen der vorgegebenen Zeit waren. Nach kurzem Nachbriefing zum Zeittauchen, schwammen wir zur Boje, welche zur Feststellung der richtigen Bleimenge für das Strecken- u. Tieftauchen (im 5m Bereich) aufgestellt war. Wir tauchten am Seil entlang im Buddyteam ab, verharrten kurz auf 5 m um festzustellen, ob wir in diesem Bereich Auf- oder Abtrieb erfahren. Dem Ergebnis entsprechend gab uns Manfred Tipps, mit welcher Bleimenge wir das Strecken- bzw. Tieftauchen angehen sollten. Hier bleibt zu erwähnen, dass außer unserem Partner immer ein Helfer mit abgetaucht war. Zum zweiten Teil, dem Streckentauchen. Ausgelegt war eine Strecke von 50 m. Ein dickes, gelbes Seil, gekennzeichnet an der Oberfläche mit farbigen Luftballons alle 10m, die mit dem Seil in 5m Tiefe verbunden waren. Am gelben Seil waren noch Markierungen zwischen den Luftballons (5, 15, 25m usw.). Die zu bewältigenden Strecken waren => 40m Streckentauchen im Bereich von 1-2m Tiefe und 20m Streckentauchen in einer Tiefe von 5m. Die Zeit verging wie im Fluge und so verließen wir kurz nach 16:00Uhr den See. Die einen mehr, die anderen weniger durchgefroren. Bei einem leckeren Abendessen bei Tassos ließen wir den Tag nochmals Revue passieren. Tag 2 des Seminars begann am Sonntag um 9Uhr am Binsfeld. Nach einem kurzen Resumée des vorangegangenen Tages, dem Feststellen, ob alle noch gesund und munter sind, was einige noch mit einem leichten Gähnen quittierten, wurde der Ablauf der letzten praktischen Übungen erklärt. Bevor wir das "Tieftauchen" in Angriff nahmen, bereiteten wir uns wieder mit einigen Atemtechniken und Dehnübungen vor. Währenddessen wurden 2 Roll-Bojen positioniert, die Grundgewichte auf 18m gesetzt, so dass genügend Bodenfreiheit war, um bei der Wende kein Sediment aufzuwühlen. Markierungen am Seil zeigten die einzelnen Tiefen (5m, 10m) und eine große weiße Scheibe unser Ziel, die endgültige Tiefe von 15m an. Eine kleine Insel aus Tarierwesten, ermöglichte es uns, sich entspannt auf die Tieftauchgänge vorzubereiten bzw. danach zu erholen. Diese wurde von allen rege genutzt. Alle hatten die Möglichkeit sich auf die 15m Tiefe einzutauchen. Wir sicherten uns wieder gegenseitig, was heißt, in halber Tauchtiefe nahmen wir unseren Partner in Empfang und tauchten mit ihm an die Oberfläche und betreuten ihn dort. Gleichzeitig tauchten die Betreuer bis auf die maximal Tiefe des Aspiranten mit. Bei der Rettungsaktion, Retten eines Apnoetauchers aus 8 - 10m Tiefe, wurde uns klar, wir haben die Zeit und Luft unseren Partner nach oben zubringen, wenn wir die richtige Technik anwenden.

Als sich alle mit Erfolg an diesen Aufgaben geübt hatten, wurden die beiden Bojen benutzt, um dem einen oder anderen die Möglichkeit zu geben, nochmals auf die 40m Strecke zu gehen. Da sich an diesem Morgen das Wetter von seiner schlechteren Seite zeigte, waren viele froh aus dem Wasser steigen zu dürfen und sich trockene Kleider überzustreifen. Wir verließen den ungemütlichen Ort baldmöglichst in Richtung Sportschule um den letzten Part des Tages, die schriftliche Prüfung hinter uns bringen. In der Sportschule angekommen, versorgte uns Manfred und seine Helfer mit warmen Kaffee, Tee, leckerem Kuchen, Obst und Nervennahrung (Schokolade). Während wir uns stärkten, durften wir noch unsere Meinung zum Seminar kundtun. Bis auf ein paar Punkte, die man vielleicht anders machen könnte, fiel das Fazit sehr positiv aus und wenn es nach den Semiarteilnehmern gehen würde, wäre es wohl am besten, gleich einen Workshop bzw. ein monatliches Apnoetreffen einzurichten. Last but not least, zeigte uns Manfred eine sehr schöne Art der Entspannung, eine Gesichtsmassage. Diejenigen, an denen dies durchgeführt wurde, waren hell auf begeistert und verlangten nach mehr.

Doch, da war noch was ..... Eine Prüfung! ...... Wenn's denn sein muss!! Auch wenn einige Bedenken hatten, so sollte sich letztendlich herausstellen, dass diese unbegründeter Natur waren und alle die schriftliche Prüfung bestanden hatten. Dann leerte sich so langsam der Seminarraum und die Teilnehmer traten den Heimweg an, in Gedanken über ein tolles Seminar und der Hoffnung sich baldmöglichst erneut dem Apnoesport widmen zu können. Was zumindest im Freigewässer nicht immer einfach ist. Aber Manfred lässt sich bestimmt etwas einfallen!!!!

Marion Hanitzsch