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Bericht zum Apnoe*/**- Seminar in der Sportschule Schifferstadt am 13./14.08.2016


Im August trafen sich eine Schar von 19 Apnoe-Interessierten mit unseren Tauchlehrern/innen Marion, Karl, Felix und Markus zu einem intensiven Theorie- und Praxiswochenende in Schifferstadt.

I  Karl stellte das Seminar in den Kontext der vom VDST vorgegebenen Sicherheitsregeln und nahm Worte des Apnoisten Guillaume Nery in den Fokus, demgemäß es darum gehe eine „Warum“-Orientung zu entwickeln und nicht eine „Wieviel“-Orientierung. Es sei also wichtig, eine kritische Distanz zu dem Bestreben nach „immer tiefer/weiter/länger“ einzunehmen. Weitere Schlüsselworte von Nery wie „intimer Dialog“, „Lernprozess“ und „Reise ins innere Ich“ leiteten hin zum Kern des Apnoetauchens und weg von der Jagd nach persönlichen Bestleistungen.

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Ganzheitliche Vorbereitung auf das Apnoetauchen


II Sicherheitsregeln wurden auch dahin gehend genauer besprochen, dass man niemals nach dem Gerätetauchen Apnoe Tauchgänge durchführen sollte. Außerdem sei es noch sicherer, eine Reise unter nur einer Form des Tauchens zu unternehmen und nicht Gerätetauchen und Apnoe zu verquicken, DCS Probleme seien sonst möglich.

III Vorbeugende Maßnahmen vom Erste Hilfe Koffer, dem Wenoll-System, Tauchplatz überprüfen, die Rettungskette und gezieltes Briefing der Tauchpartner wurden eingehend beleuchtet und später in den Praxisstunden gelebt.

IV Nach dieser Theorieeinheit gingen wir in die Praxis und wurden in progressive Muskelentspannung und Konzentrationsübungen eingeführt, das Wetter gestattete es uns, dies auf der Wiese hinter der Schule durchführen zu können. In einer weiteren späteren Einheit übten wir Yoga und Entspannung.

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Neben der Sicherung ist Entspannung das Wichtigste beim Apnoetauchen


V In einer weiteren Theorieeinheit wurden wir eingewiesen in zentrale Themen wie „Atemvolumina“, „Bloodshift“, Druckausgleichstechniken, Einsatz und Gefahr von Schmerzmitteln, Atemreiz, Oberflächenblackout, Schwimmbad-Blackout. Die Wichtigkeit von Sicherung durch Tauchpartner wurde nochmals so hervorgehoben.

VI Dann schritten wir zur Tat und fuhren an den See zum tauchen. Begonnen wurde mit einer Einheit zum Zeittauchen, bei der letztlich wohl alle überrascht waren, wie lange sie unter Wasser die Luft anhalten können. Alternierend übten wir die Partnersicherung hierbei. In zwei weiteren Einheiten übten wir auf einer Strecke von 50 Metern in rund 5 Meter Tiefe die Technik des Streckentauchens, gefolgt von einer Einheit der Ufererkundung. Beide Einheiten beinhalteten wiederum die Partnersicherung und die allfällige Korrektur der gezeigten Technik durch die Tauchlehrer, die jeden einzelnen Tauchgang ebenfalls begleiteten. Ein gemeinsames Abendessen rundete diesen sehr instruktiven Tag ab.

VII Tags drauf trafen wir uns wieder am See, um die Disziplin des Tieftauchens zu üben. Das Seil reichte bis 21 Meter in die Tiefe, was für die geforderten 15 Meter beim **Brevet mehr als ausreichte. Gut gelungen war auch, wie ich meine, dass wir Materialkunde lernen durften: Was benötige ich an Material und wie baue ich eine Übung auf. In einer weiteren Einheit konnten noch einige Leute ihre Tauchergebnisse auf der Strecke verbessern.VIII Mit Kaffee und Kuchen gestärkt gingen wir in die Vorbereitung und Abnahme der theoretischen Prüfung.  Letztlich gingen meines Wissens alle Teilnehmenden mit Erfolg und zufrieden nach Hause, was in der Feedback Runde auch so kommuniziert wurde! Viel Lob und Dank ging an alle ehrenamtlichen Leitenden und Helfenden.

Armin W.