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GAN – Addu Atoll – Die anderen Malediven, von Ulrike


In Male angekommen, geht’s mit einem kleineren Flieger (kein Wasserflugzeug!) nochmals 1,5 Std. weiter nach GAN.
Der Flughafen in GAN ist natürlich sehr klein, aber nicht sehr idyllisch und liegt direkt hinter dem Hotel. Man wird trotzdem mit einem Kleinbus abgeholt und nach 2 Minuten ist man da! Nach einer kurzen Inspektion steht fest: Es gibt keinen schönen Strand. Der Strand ist ca. 1-2 Meter breit und sehr von Naturmüll verschmutzt. Der Pool ist ganz schön, das Hotel wirkt eher kühl und immer noch sehr kolonialistisch.
Auf zur Tauchbasis! Leiter der Basis ist Axel, Tauchlehrer/Diveguides sind Manuel und 2 Local People. Es gibt ein Tauchboot für ca. 30 Taucher. Aufgrund der schwachen Besetzung gibt es kaum begleitete Tauchgänge. Dies stellt allerdings gar kein Problem dar, da 80-90 % der Taucher absolut fit und sehr sehr erfahren sind. Das heißt, fast alle haben mindestens 400 Tauchgänge, sind selbst Instructor und haben bereits viele spektakuläre Tauchplätze besucht. Ich habe mich von der Sympathie geleitet 3 Leuten angeschlossen. Ein Instructor-Ehepaar aus Stuttgart und einer aus Wien. Da ich über 1 Jahr nicht getaucht war, war ich beim ersten Tauchgang zuerst etwas unsicher. Den Tauchgang habe ich dann als persönlichen Check-Dive eingetragen. Von der Basis verlangte niemand einen Check-Dive. Aber ich lag mit meiner Wahl total richtig – es war eine magische 4er-Gruppe! Als hätten wir schon immer zusammen getaucht!
Nach endgültigem Testen: 4kg Blei bei 12L Aluflasche ist absolut ausreichend. Auch mit 70-80 bar nach 60 Min und maximaler Tiefe von 30 Metern auszutauchen ist nicht schlecht! Natürlich hat sich rausgestellt, dass ich noch der Großfischgucker in der Gruppe war, aber Rita war der Kleinfischgucker und somit hat auch das voll gepasst. Die Hinweise des Tauchlehrers auf eventuelle Schaukelfische oder Langnasenbüschelbarsche mit einer Größe von ca. 4 cm waren für uns kein Problem und wir haben alles gefunden!
Und die Begleitung des Tauchschiffes von Delfinen ist fast normal. Wenn das nicht reicht!!! Wen interessiert es dann, dass das Buffet nicht ganz so abwechslungsreich war? Man hat immer etwas schmackhaftes gefunden und ist immer satt geworden.
Da ich mit einer Freundin, die nicht taucht, in Urlaub war, war die Insel optimal. Die 18 km große Insel kann man am Besten morgens so gegen 6 Uhr mit dem Fahrrad befahren, da sind die Temperaturen noch angenehm. Für die Schnorchler war auch bestens gesorgt. Täglich fuhren 2 Boote raus, jeweils um 10 und um 14 Uhr.
Also: 6-7:30 Uhr Fahrrad fahren , 7:30 Frühstück, 8:30 Tauchbasis – SUPER!
Das Tauchboot gab seinen Geist auf, was dazu führte, dass man nun 2 kleinere Boote hatte und somit die Qual der Wahl. So entschied ich mich gegen die „British Loyality“ und für den Manta Point zum 2. Mal. Aber da die Strömung und die Mondkonstellation nicht günstig waren, blieb es bei 9 Mantas und 3 Haien. Es gibt allerdings genug Tauchplätze um nicht 2 mal den gleichen zu besuchen, wenn man das nicht will. Ich habe dort meinen ersten Nachttauchgang am Hausriff gemacht und einen Sunset-Dive, um zu sehen, wer da alles zum Schlafen nach Hause kommt – sehr interessant! Voll intakte wunderschöne Hart- und Weichkorallen, Manta-Point mit ca. 20-30 Mantas, viele Haie, Weißspitzenhaie, Grauhaie, Ammenhaie, unendlich viele sehr große Napoleons, viele große Schildkröten, Papageienfisch-Schulen von ca. 15-20 Stück, alle Aquariumfische, viele Muränen – das ist das Addu- Atoll!
Abschließend lässt sich sagen: Alles in allem war es sehr toll, schön, klasse, super! GAN ist mindestens eine Reise wert!