Logo

Malapascua, Philippinen; Oktober 2009, Harry Mettler


Kuck mal, kuck mal, Fuchshai!
Malapascua, eine kleine Insel der Philippinen hat neben paradiesischen Sandstränden noch eine weitere Sensation zu bieten – Fuchshaie.
Also haben wir den beschwerlichen Weg nicht gescheut und sind schließlich nach zwei Zwischenlandungen, einer halsbrecherischen dreistündigen Autofahrt und einer halbstündigen Überfahrt mit einer traditionellen Banka direkt am Sandstrand vor unserem Hotel angelandet.
Inzwischen waren 30 Stunden nach unserer Abfahrt in Frankenthal vergangen, aber wir waren noch erstaunlich fit. Das Personal des Hotels Hippocampus hat Leonie schon mit lautem Rufen empfangen und auch wir wurden von dem deutschen Besitzer freundlich begrüßt. Das Abendessen haben wir dann gleich im Restaurant eingenommen, welches aber lediglich aus einem überdachten Bereich des Sandstrandes bestand. Am Boden Sand und unter jedem Tisch ein freundlicher Hund. Schuhe haben wir in Malapascua nicht mehr gebraucht. Nach dem leckeren Abendessen sind wir dann aber in unsere Betten in den klimatisierten Appartements gefallen.

Am nächsten Tag wunderschönes Wetter, ein gutes Frühstück am Meer und endlich ein Besuch auf der Tauchbasis Sea-Explorer in unmittelbarer Nachbarschaft. Hier ist alles möglich: Nitrox, 5 Tauchgänge am Tag, Bootsfahrten zu den Tauchplätzen mit Fuchshaien, Hammerhaien und Mantas.
Wir also um 10:00 Uhr ins Wasser. Es stellt sich aber gleich mal Ernüchterung ein, Fische wie im Roten Meer gibt’s hier keine! Alles weggefischt, insbesondere die Räuber am Riff. Bleibt also nur, den schönen Bewuchs mit vor allem Weichkorallen zu bewundern und Schnecken, Schnecken, Schnecken. Auf der Rückfahrt lernen wir: Haie beim „early morning dive“.
Also um 5:00 Uhr Abfahrt zum Haiplatz. Da wir noch etwas Jetlag hatten und eh um 4:00 Uhr wach waren, kein Problem. Der Tauchplatz besteht aus einem Unterwasserfelsen, ca. 50 m im Durchmesser, auf 23 m Wassertiefe. An der Kante geht’s dann auf 200 m (da wo die Haie sind). Wir haben uns dann an die Kante gelegt und gewartet. In der Zwischenzeit kann man Taucherliegestützen oder ein Nickerchen machen.
Wenn‘s dem Hai passt, kommt er vorbei. Nicht an diesem Tag und auch nicht am nächsten. Am dritten Tag kam er dann, da waren wir aber schon weg. Am vierten Tag dann endlich – ein ca. 3 m langer Hai kommt vorbeipatrouliert und zeigt sich für 5 min in seiner vollen Pracht. Es gibt sie also doch, denke ich mir.
Am Nachmittag haben dann wieder die Anderen, beim einzigen Tauchgang den ich ausgelassen habe, einen Manta gesehen. Also lerne ich: nie einen Tauchgang auslassen!
Nach dem Haierlebnis wollten wir’s dann wissen und haben uns für eine Ausfahrt zum Hammerhai-Tauchplatz angemeldet, obwohl es dafür eigentlich nicht die richtige Jahreszeit war.
4:30 Uhr ging es los, es war noch dunkle Nacht. Inzwischen hatten wir auch gelernt, die Regenzeit ernst zu nehmen. Das Wetter war nämlich durchaus wechselhaft, allerdings nie kälter als 30 °C. Im Wasser auf 20 m immer noch 29 °C, also war die Bewölkung eigentlich eher willkommen. An dem Morgen allerdings eisiger Wind, Blitz und Donner und meterhohe Wellen, so dass wir den Tauchplatz doch nicht anfahren konnten. Das Schauspiel auf dem Wasser war aber sehr beeindruckend.

Die Woche war sehr schnell vorbei und auf dem Rückweg mit der Banka wurden wir nochmal richtig nass, was aber bei 30 °C Lufttemperatur nicht wirklich schlimm war.