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Koh Samui 2009 von Manuela Malis


Endlich suchte ich mir wieder mal ein Fernziel aus für meinen lang ersehnten Jahresurlaub 2009. Und zwar 16 Tage Koh Samui im wunderschönen Thailand.
Der Flug mit Etihad Airways war sehr komfortabel, leider hatte ich 14 Std. Aufenthalt in Abu Dhabi, was ich aber dank zweier netter Studenten aus Duisburg als recht kurzweilig empfand ;-) Ein paar Stunden vor meiner Landung auf Koh Samui stürzte ein Flugzeug auf regennasser Fahrbahn ab und ich hatte schon ein etwas seltsames Gefühl in der Magengegend bei der Landung, 3 Std. nachdem der Flughafen wieder geöffnet hatte.
Der wunderschöne, paradiesische Anblick der Landschaft ließ mich alles schnell vergessen und als ich im Hotel New Lapaz Beach in Mae Nam ankam, war ich nur noch fasziniert von den Leuten, der Gegend, dem Meer, dem Strand, dem Essen- einfach allem!

Die ersten Tage verbrachte ich damit, Ausflüge zu buchen - an Land und auf dem Wasser und bald ging es auch schon los damit ..... ….. aber eigentlich wollte ich ja nur vom Tauchausflug berichten !!
Ich buchte also einen ganzen Tag Tauchen auf dem Boot mit 3 Tauchgängen bei den Bophut Easy Divers und am 11.08.09 wurde ich morgens um 7 Uhr am Hotel abgeholt mit meinem „halben“ Gerödel, wie Lungenautomat, Shorty und ABC-Ausrüstung. Zuerst holten wir noch ein deutsches Paar ab (endlich mal Deutsche!) und einen Franzosen und fuhren dann zur Zentrale (ohne Kaffee und Frühstück). Ich war schon leicht unleidlich und als mir die Rezeption dann noch 30 Cent mehr abzog, als ich hätte zahlen müssen, (der Tag kostete umgerechnet ca. 90 Euro) da wurde ich recht ungemütlich.... Kaffee bekam ich immer noch nicht und dass ich meinen eigenen Automat dabei hatte, interessierte auch keine Seele.
Meine Laune wanderte zum Nullpunkt! 80% der Crew waren Deutsche, aber kein Mensch fand es nötig, mir mal zu sagen, wie der Verlauf ist (alle anderen waren anscheinend schon 100 Mal dabei gewesen). Irgendwann fuhren wir ans Boot. Die Schuhe wurden eingesammelt und wir gingen alle an Bord. Es waren insgesamt ca. 50 Leute, die dann später in Gruppen zu ca. 5 Personen und ein Divemaster eingeteilt wurden.
Es wurde nur gefragt, wann der letzte Tauchgang war, aber weder nach ärztlichem Attest noch nach Tauchausbildung. Zunächst stellte mir der Deutsche einen Kaffee hin und es ging mir danach schon gleich besser!
Dann kam der „Gute-Laune-Bär“ und laberte Unverständliches in einem Englisch, das kein Mensch verstand. Die Gruppen wurden eingeteilt und ich bekam natürlich (wie sollte es auch anders sein) einen thailändischen Divemaster zugewiesen (wobei dies der einzige thailändische Divemaster auf dem ganzen Boot war). Ich MUSSTE schon wieder motzen und wollte das Briefing auf Deutsch. Es dauerte nochmals 2 Std. und ein himmlisches Frühstück später bis sie das geregelt hatten und somit durfte ich dann mit Sabine Bauer, dem deutschen Paar und einem Holländer (auf den ich aufpassen sollte, da er schon 10 Jahre nicht mehr tauchte und sowieso erst 9 Tauchgänge hatte - ich war begeistert!!!) tauchen. Wir hatten ausführliches Briefing und bekamen auch die Dinge wie Fische, Korallen, Muscheln usw., die wir evtl. zu sehen bekommen würden, auf Bildern gezeigt.
Endlich, nach ca .4 Std. Bootsfahrt, waren wir bei Koh Tao in dem Gebiet Southwest Pinnacle angelangt und der Stress ging los bis alle angezogen waren (obwohl viele nur in Badehosen tauchten). Ich bekam von Sabine 6 kg Blei (sehr gut bemessen) und hatte meinen Shorty beim Tauchen an. Als unsere Gruppe vom Boot gesprungen war, gingen wir zügig unter Wasser und es ging los. Null Strömung, 40m Sicht und selbst in 22 m Tiefe noch 30° C sorgten bei mir für ein Glücksgefühl, das ich schon lange beim Tauchen nicht mehr hatte :-)
Es war wie im Aquarium - wir sahen Butterflyfische, viele Seeigel, wunderschöne bunte Korallen, Drückerfische, Bannerfische, eine Muräne und weitere Fische. Beim Blick auf meinen Finimeter sah ich, dass ich kaum Luft benötigte und da die anderen 3 irgendwann hoch mussten, gab mir Sabine ein Zeichen, dass wir beide noch weiter tauchen könnten. Es wurde noch interessant durch eine kleine Höhle und irgendwann hatte auch sie keine Luft mehr. Sie schaute sich um und fand einen anderen Divemaster, der gerade übrig geblieben war und schickte mich mit ihm weiter. War lustig! Mit ihm tauchte ich nochmals eine andere Seite an, aber bald hatte auch er keine Luft mehr und so gingen wir nach dem Dekostop hoch und ich hatte immer noch 80 bar in meiner Flasche. Nach dieser lustigen Geschichte war ich nur noch die „Kiemenfrau“ auf dem Schiff !!

Als nächstens fuhren wir Shark Island an, was aber leider nicht hieß, dass dort Haie sind, sondern nur dass die Insel so geformt ist wie ein Hai. Es war wieder ein entspannter Tauchgang, bei dem Sabine auch wieder jede Menge Fotos schoss und danach in Facebook setzte unter dem Namen: Tauchen mit Manuela (der Kiemenfrau).
Wir sahen diesmal Papageienfische, einen super tollen Blaupunktrochen, Tigermuscheln, Soft- und Hartkorallen, Zackenbarsche und vieles mehr. Am Ende des Tauchgangs lief es wieder ähnlich ab und ich wurde wieder „weitergereicht“. Dann gab es Mittagessen und wir fuhren zum 3. Platz, dem „Sail Rock“. Die Sicht war da nur ca .25 m und es gab eine leichte Strömung, aber auch dieser Tauchgang war sehr schön und wir sahen Steinfische, kleine Minikrebse, Gelbstreifenfüsiliere, Boxershrimps usw. Dann war Feierabend! Wir fuhren zurück in die Dunkelheit und es war eine wunderschöne Atmosphäre auf dem Boot.
Ich fand einen Platz zum Träumen und ließ den Tag nochmals Revue passieren von dem ich bestimmt noch lange zehren werde.