Logo

Kenia, von Manuela


Es verschlug mich nun zum zweiten Male nach Kenia und diesmal hatte ich außer Safaris sogar vor zu Tauchen... Da ich dies meist in meiner zweiten Urlaubshälfte in Angriff nehme, plante ich meinen heißersehnten, auf 32 Euro runtergehandelten Tauchgang 2 Tage vor dem Abflug.

Als es dann endlich soweit war, nahm ich meine ABC-Ausrüstung, meine Einweg-Unterwasserkamera, die bis 15m tauglich war, meine 4 Euro für die Steuer und wartete auf den Kleinbus. Als er kam, fing erst mal die Diskussion wegen zuwenig (32 Euro) Bezahlung an. Die gewann ich aber dann doch und wir fuhren zur Tauchbasis Marinabeach bei Mombasa, die zum Barracuda-Diveclub gehörte. Zwei Jungs aus NRW warteten auch bereits. Als unser Divemaster ankam, bekamen wir die Ausrüstung, schleppten alles ans Boot und setzten uns danach vor eine große Tafel zum ausführlichen Briefing (auf englisch). Jeder verstand etwas anderes....auf jeden Fall wollten wir zum Shark-Point tauchen (was ich auch zur Auflage meines Tauchgangs gemacht hatte), ca. 25m tief (meine UW-Kamera konnte ich also im Boot lassen), Handzeichen abgeklärt bei 100Bar, bei 50Bar, Stop auf 3m usw. Richtig vorbildlich!

Dann ginge es also los. Mit dem Boot fuhren wir nicht lange und dann ging es mit der Rückwärtsrolle ins Wasser, wobei ich noch ein wenig Zicken mache musste. Als alles Ok war, ging es dann nach unten. Die Sicht war (fand ich) erbärmlich für indischen Ozean, aber na ja, hatte ja zum Glück nur einen Tauchgang gebucht. Wir sahen sehr schöne Korallen, die auf Berührung leuchteten, Schwärme bunter Fische, wie Falterfische, Papageienfische, Schnapper, 3 Rotfeuerfische und die anderen sahen eine Muräne und sogar ein Hai ! Die Zeichen klappten und bei ca.50 Bar fragte der Divemaster noch mal - und plötzlich war er weg...

Wir anderen drei machten etwas betretene Gesichter. Zum Glück hatte einer der Jungs einen Computer dabei. Wir verständigten uns soweit, dass wir zusammen bleiben und langsam hoch gehen, da unsere Luft ja auch knapper wurde. Für meine Begriffe gingen wir etwas zu schnell hoch und ich gab ständig Zeichen, langsamer zu machen. Er verstand es aber so, dass ich noch unten bleiben wollte. Auf jeden Fall waren wir irgendwann oben und ich hatte noch den Gedanken, das Schiff könne nun noch außer Sicht sein, aber zum Glück sahen wir es gleich. Sie fuhren zu uns und der "nette" Divemaster stand drauf und winkte uns zu. Als wir auf dem Schiff waren, gab er keinerlei Erklärung für sein verantwortungsloses Verhalten ab. Erst als wir ihn drauf ansprachen, sagte er ganz wegwerfend, er hätte halt keine Luft mehr gehabt - aha!!!!

Das war nicht gerade das, was ich mir unter einer guten Tauchbasis vorstelle.

Egal, das nächste Mal probiere ich die "Peponi Divers" aus, vielleicht sind die besser ;-)

Am Flughafen traf ich meine zwei Jungs wieder und sie fragten mich gleich, wie denn der Abend so gewesen sei. Ich wusste nicht, von was sie sprachen - bis sie mir erklärten, dass der Divemaster im ganzen Hotel herumerzählte hatte, er hätte mit mir abends ein Date...Verlogen isser also auch noch....tolle Zusammensetzung...

Manuela Stärck ;-)