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Dahab, von Stefan


Da der letzte Tauchurlaub im Sinai auch schon wieder 2 Jahre her ist, machten wir uns Mitte Oktober auf den Weg ins sonnige Dahab. Wir, das waren Sybill und Carlo, die das erste Mal im Sinai waren, Tatjana, Axel, Peter und meine Wenigkeit, wir waren zum 2. Mal dabei und unser Reiseleiter Manfred. Er war auch schon mehrmals in Dahab. Erwin und Rita waren leider krankheitsbedingt ausgefallen. Sybill und Carlo konnten nur eine Woche bleiben, der Rest konnte sich auf 2 Wochen entspanntes Tauchen ohne Guides und Tauchbasis freuen. Am Flughafen in Stuttgart ging alles erstmal erstaunlich reibungslos. Unser Sorgenkind, der Wenollkoffer, wurde ohne Probleme angenommen. Am Gate musste Manfred dann noch mal kurz nachverhandeln, aber wir durften den Koffer dann doch, mit voller Flasche, mitnehmen.

In Sharm erwarteten uns dann auch 2 alte Bekannte (Sherif und sein Bus). In Dahab waren wir wieder im Lagoona Village. Dort hat sich seit 2 Jahren nicht viel verändert.

Bild "Reiseberichte:dahab1.jpg"Unser Tagesablauf war gut geregelt: Frühstück gab es immer ab 7:00, naja meistens. Danach wurden wir von Sherif abgeholt. Es folgten 2 Tauchgänge und dann ein Mittagessen mit landestypischen Sachen (Hartwurst, Käse, …). Sherif kümmerte sich wie immer um den Rest: Wenn wir aus dem Wasser kamen, hatte er Tee gekocht und er versorgte uns mit Obst, Gemüse, Brot und Wasser („Viel trinken“). Danach kam ein 3. Tauchgang. Die ersten 2 Tauchtage verbrachten wir wie üblich im Süden von Dahab. Dort konnte man sich an Tauchplätzen wie Southern Oasis, Three Pools, Um Sid und Caves bei moderaten Tiefen wieder an das Tauchen im Meer gewöhnen. Danach folgte ein Tag am Canyon, nicht nur für mich der schönste Platz in Dahab. Die nächsten 2 Tage tauchten wir dann am Blue Hole und bei den Islands. Damit war für Carlo und Sybill das Tauchen auch schon vorbei und wir entsättigten uns am nächsten Tag bei einer Wanderung im White Canyon, beim Kamelreiten und beim Mittagessen in der Oase. Auf der Rückfahrt von der Oase konnten wir einige Beispiele der Ägyptischen „Autofahrkunst“ bestaunen. Wahrscheinlich verunglücken mehr Taucher in Ägypten beim Autofahren als beim Tauchen. Da sollte der VDST vielleicht auch ein Brevet „Unfallfreier Transport von Tauchern“ anbieten.


Apropos, damit die Theorie nicht zu kurz kam, wurden auch 2 Kurse angeboten: · „Wie verwende ich mein Handy als Wecker“ und · „Uhrzeit für Fortgeschrittene“, nach einigen Tagen wurden hier auch Uhrzeiten wie „viertel drei“ oder „dreiviertel fünf“ verstanden.


Bild "Reiseberichte:dahab3.jpg"Am Canyon und am Blue Hole ist einiges neu gebaut worden. Es gibt jetzt eine asphaltierte Straße von Dahab bis zum Canyon, der Rest bis zum Blue Hole ist immer noch Schotterpiste. Dort darf man jetzt auch nicht mehr am Einstieg parken. Man lädt seine Sachen ab und parkt weiter vorne (sehr positiv). Leider gibt es jetzt auch Probleme, wenn man in den „Restaurants“ nur einen Tee trinken und nichts essen will. In der zweiten Woche waren wir einen Tag am Ras Mohammed mit allem was das Tauchen dort interessant macht (Strömung, Napoleons, Adlerrochen, großen Makrelen, Muränen…). Nur Haie wurden leider keine gesichtet.

Einen Tag wollten wir die offiziellen Tauchplätze zwischen Bild "Reiseberichte:dahab4.jpg"Dahab und Sharm testen. Leider ist dort der Weg übers Riffdach wesentlich weiter als in Dahab und wir hatten auch noch Niedrigwasser. An der „Maria Schröder“ kamen wir nicht mal bis zur Riffkante. Also eher vom Boot aus zu betauchen. Die anderen Tauchplätze schenkten wir uns dann.

Die folgenden Tage waren wir am Canyon oder am Blue Hole tauchen. Am letzten Tag unternahmen wir dann noch eine Fahrt zum Coloured Canyon.
Bild "Reiseberichte:dahab2.jpg"


Fazit: Es war wieder einmal ein toller Urlaub mit vielen Tauchgängen, die so bei einer kommerziellen Basis nicht möglich wären. Niemand hatte gesundheitliche Probleme, zumindest keine so starken, dass ein Tauchgang ausfallen musste. Eine tägliche „Desinfektion“ des Magens nach dem Tauchen half da sicher einiges.